Einrichtungsausstattung

Teil von Einrichtungsausstattung Pflege: Normen, Einkauf und Instandhaltung

Höhenverstellbare Pflegebetten: Kosten und Finanzierung in Euro

Was höhenverstellbare Pflegebetten kosten: Preise pro Bett inklusive Mehrwertsteuer, Wartungskosten pro Jahr, Zuschüsse nach § 40 SGB XI und Länderprogramme.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Elektrisch verstellbare Pflegebetten kosten je nach Ausstattung 600 bis 4.000 Euro netto, mit 19 Prozent Mehrwertsteuer 714 bis 4.760 Euro.
  • Für Wartung und elektrische Sicherheitsprüfung sind 65 bis 160 Euro netto je Bett und Jahr einzuplanen.
  • Pflegekassen fördern wohnumfeldverbessernde Maßnahmen in der häuslichen Pflege mit bis zu 4.180 Euro je Maßnahme.
  • Stationäre Einrichtungen finanzieren über Eigenmittel, Landesförderung nach § 9 SGB XI und die Investitionskostenumlage nach § 82 SGB XI.

Anschaffungspreise je Bett inklusive Mehrwertsteuer

Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Motoren, die Aufstehfunktion und die zulässige Belastung. Handkurbelbetten beginnen bei etwa 400 Euro netto. Elektrische Basismodelle mit zwei Motoren liegen bei 600 bis 1.000 Euro netto.

Ausstattung Netto je Bett Inkl. 19 % MwSt.
Handkurbelbett, höhenverstellbar 400 bis 700 Euro 476 bis 833 Euro
Elektrobett, zwei Motoren, Seitengitter 600 bis 1.000 Euro 714 bis 1.190 Euro
Komfortbett mit Aufstehfunktion 1.500 bis 2.500 Euro 1.785 bis 2.975 Euro
Bett mit Wechseldruckmatratze und Zubehör 2.500 bis 4.000 Euro 2.975 bis 4.760 Euro

Hinzu kommen Matratze, Wandschutz, Aufrichter und die Schulung des Personals. Pflegeheime mit Vorsteuerabzug kalkulieren netto, private Nutzer zahlen den Bruttopreis. Burmeier stellt Pflegebetten für Zuhause und passende Pflegemöbel vor.

Wartung und Betriebskosten pro Jahr

Hersteller schreiben eine Inspektion meist alle zwölf Monate vor, bei intensiver Nutzung auch halbjährlich. Je Bett sind das 50 bis 120 Euro netto. Die Prüfung der elektrischen Sicherheit nach DGUV Vorschrift 3 kostet zusätzlich 15 bis 40 Euro je Gerät.

Elektrisch verstellbare Pflegebetten gelten als Medizinprodukte. Betreiber müssen die Instandhaltung nach Herstellerangaben durchführen und dokumentieren. Verschleißteile wie Handschalter, Motoren und Steuereinheiten kosten im Austausch 80 bis 250 Euro inklusive Montage.

Rechenbeispiel: 40 Betten über zehn Jahre

Kaufpreis für 40 Betten zu je 1.500 Euro netto: 60.000 Euro. Abschreibung über zehn Jahre: 6.000 Euro jährlich. Wartung mit 100 Euro je Bett: 4.000 Euro jährlich. Sicherheitsprüfung mit 25 Euro je Bett: 1.000 Euro jährlich. Gesamtbelastung ohne Reparaturen und Ersatzteile: 11.000 Euro pro Jahr. Das Beispiel rechnet ohne Förderung und ohne Vorsteuerabzug.

§ 40 SGB XI: Zuschüsse der Pflegekassen

§ 40 SGB XI regelt Pflegehilfsmittel und wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Für ein höhenverstellbares Pflegebett zahlen Pflegekassen bis zu 4.180 Euro je Maßnahme, Stand 1. Januar 2025. Wohnen mehrere Pflegebedürftige zusammen, vervierfacht sich der Betrag.

Zwei Bedingungen sind zentral: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, und der Zuschuss gilt nur für die häusliche Pflege. Stationäre Einrichtungen erhalten keine Leistung nach § 40 SGB XI. Für die Bedarfsplanung hilft der Blick auf die Fallzahlen, denn das Statistische Bundesamt veröffentlicht jährlich Daten zu Pflegebedürftigen und Pflegeeinrichtungen.

Investitionsförderung der Länder nach § 9 SGB XI

Nach § 9 SGB XI tragen die Länder die Investitionskosten der Pflegeeinrichtungen und fördern sie über eigene Programme. Die Konditionen stehen in den Landespflegegesetzen, die Anträge laufen über die Bewilligungsstellen der Bezirksregierungen oder Landesämter. Üblich sind Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen.

Zu klären sind die Förderfähigkeit der Betten als Erst- oder Ersatzbeschaffung, die Bindungsfristen und die Kombination von Landesmitteln mit Eigenanteil. Investitionskosten, die nicht gefördert werden, dürfen nach § 82 SGB XI gesondert berechnet werden.

Beschaffung in fünf Schritten

  1. Ausstattung je Wohnbereich festlegen: Belastbarkeit, Aufstehfunktion, Matratzensystem.
  2. Normen und Prüffristen klären: DIN EN 60601-2-52, DGUV Vorschrift 3.
  3. Angebote über die gesamte Nutzungsdauer vergleichen, inklusive Montage und Schulung.
  4. Finanzierung ordnen: Eigenmittel, Landesprogramm, bei häuslicher Pflege § 40 SGB XI.
  5. Wartungsvertrag schließen und Prüffristen je Bett dokumentieren.

Häufige Fragen

Was kostet ein höhenverstellbares Pflegebett inklusive Mehrwertsteuer?

Elektrische Basismodelle kosten 714 bis 1.190 Euro, Komfortbetten mit Aufstehfunktion 1.785 bis 2.975 Euro. Voll ausgestattete Betten mit Wechseldruckmatratze erreichen 4.760 Euro.

Zahlt die Pflegekasse ein Pflegebett?

In der häuslichen Pflege ja, als wohnumfeldverbessernde Maßnahme mit bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Der Antrag muss vor dem Kauf gestellt werden.

Wie hoch sind die Wartungskosten pro Bett und Jahr?

Für Inspektion und elektrische Sicherheitsprüfung sind 65 bis 160 Euro netto realistisch. Reparaturen kommen hinzu.

Was fördern die Länder?

Nach § 9 SGB XI fördern die Länder Investitionen in Pflegeeinrichtungen, häufig als Zuschuss oder zinsgünstiges Darlehen. Umfang und Fristen regelt das jeweilige Landespflegegesetz.

Lohnt sich Kauf oder Miete?

Mietbetten kosten etwa 60 bis 120 Euro pro Monat, die Wartung ist häufig enthalten. Ab einer Nutzungsdauer von drei bis vier Jahren ist der Kauf meist günstiger.

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